Im Namen des Comite International Permanent des Linguistes
(CIPL) mochte ich Sie herzlich zum 18. Linguistenkongress
der Sprachwissenschaftler einladen, der vom 21. bis 26. Juli
2008 in Seoul stattfindet und in enger Zusammenarbeit mit
der Linguistic Society of Korea organisiert wird.
CILP wurde im Jahre 1928 wahrend des ersten Internationalen
Linguistenkongresses in Den Haag (Niederlande) gegrundet.
Der Kongress stellt einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte
der Linguistik dar. Es war namlich das erste Mal, dass sich
die Linguistik in der Welt als eine autonome Wissenschaft
prasentiert hat. Unter den Mitgliedern des CIPL waren fuhrende
Sprachwissenschaftler wie Charles Bally, Franz Boas, Otto
Jespersen, Daniel Jones und Antoine Meillet vertreten.
Weitere Kongresse fanden in Genf, Rom, Kopenhagen und nach
dem 2. Weltkrieg unter anderen in Cambridge (MA, USA), Tokio
und Quebec statt, was die Absicht widerspiegelt, die Kongresse
nicht auf Europa zu beschranken. Die Linguistenkongresse haben
sich so allmahlich zu wahren internationalen Zusammenkunften
entwickelt und waren bis zu der drastischen Expansion der
Linguistik in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts das
einzige Hauptereignis in diesem Fachgebiet. Auch die Themen
der Kongresse reflektieren die schnell wachsende Bedeutung
der Linguistik als Wissenschaft sowie deren vielseitige Anknupfungspunkte
an die Psychologie, Soziologie, Anthropologie, Philosophie,
Computerwissenschaften und viele andere Disziplinen. Gleichzeitig
fanden immer mehr internationale Konferenzen in den verschiedenen
Subdisziplinen der Linguistik statt.
Der Internationale Linguistenkongress wird weiterhin ein
wichtiges Ereignis bleiben, da er die Funktion eines generellen
Kongresses in der Linguistik erfullt und in diesem Sinne einzigartig
ist. Die Vortrage behandeln hochaktuelle Themen aus verschiedenen
Subdisziplinen und werden von herausragenden und international
anerkannten Experten gehalten. Daruber hinaus bieten die aktuellen
Beitrage eine Ubersicht uber die wichtigsten Forschungsfelder
der heutigen Linguistik. Der Kongress bietet somit eine ausgezeichnete
und einzigartige Moglichkeit, die sprachwissenschaftliche
Forschung anderer Wissenschaftler kennen zu lernen, Kollegen
aus anderen Forschungsfeldern zu treffen und mit ihnen uber
linguistische Fragen von gemeinsamem Interesse zu diskutieren.
Ferenc Kiefer, Prasident
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